Dienstag, 29. Mai 2012

Drachen sollen fliegen

Bangkok ist schön. Mit Sandra noch schöner. Seit heute erlebt sie ihren letzten Kontinentaldrift. Damit war sie auf all meinen besuchten Kontinenten einen Teil dabei. Zu guter Letzt also Asien in den Maiferien! Thailand.

Wir sehen Tempel. Paläste und die berühmte Khao San-Road. Aber dieses hier steht in keinem Reiseführer. Dabei ist es zauberhaft. Die Sonne geht gerade unter und auf der großen Wiese versammeln sie die Menschen. Familien mit ihren Kindern. Aber auch Erwachsene allein.

Der Platz wird von dem roten Sonnenlicht rot getüncht und der Himmel hat Farbkleckse die über den Abendhimmel wandern. Drachen. Alle Meter wird ein weiterer Luftgeselle der Thermik freigegeben. Sie spielen und zappeln. Sie wippen und kreiseln.

Glühende Väteraugen verfolgen glühende Kinderaugen, die ihre Drachen verfolgen. Mütter die verliebt daneben stehen oder selbst einen dünnen Faden ums Handgelenk wickeln. Wir lassen uns in den warmen Schatten des Tages fallen und genießen Augenblicke.

Drachensteigen ist in Deutschland mit kühlen Herbstwinden und goldener Blätterfärbung eng verbandelt. Und wie ich das liebe. Aber diese warme Sommerluft, diese heißen Sommerdrachen in glutroter Abendsonne sind anders. Unnachahmlich. Das Herz füllt sich mit gutem Gefühl. Die Welt kann so einfach sein. Die Probleme des Lebens sind weit weg. Mindestens hundert Meter weit weg. Es ist fast so, als flögen sie zusammen mit dem Drachen davon. Noch bevor sie wieder eingeholt werden, gehen wir fort. Denn so wie es ist, soll es bleiben.

Für immer.










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